Ein Tag voller Gegensätze


Der gestrige Tag war voller Gegensätze, erst war der Besuch des Massaimarktes angesagt und anschließend der Besuch von Patenkinder. Aber der Reihe nach. Ein wenig steckte uns die Anreise noch in den Knochen, also hieß es erst einmal ausschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Arusha. Ursprünglich wollten wir eigentlich einen Tag am Pool verbringen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete die meiste Zeit in Strömen.

Also ab unter das Dach des Marktes. Wenn ich ehrlich bin, sind zwei Stunden Marktbesuch stressiger, als acht Stunden arbeiten. Allerdings machte einigen in der Gruppe das Feilschen auch richtig Spaß. Vollbepackt mit Mitbringseln verließen wir den Markt.








Nach einer kurzen Mittagspause ging es für einige in der Gruppe zum Familienbesuch, erst zu Dixon und anschließend zu Simon und Mariam.


Dixon wohnt wieder bei seiner Mutter, die Großmutter, bei der er vorher gewohnt hat, ist zwischenzeitlich leider verstorben. Er besucht die secondary school und macht einen aufgeweckten Eindruck. Wir hoffen, dass er in zwei Jahren seinen Abschluss macht.







Anschließend besuchten wir Simon und Mariamu und ihre beiden Geschwister. Es ist unvorstellbar, was die Geschwister leisten, nachdem ihre Mutter vergangenen Sommer verstorben ist. Gemeinsam kümmern sie sich um ihren kleinen Bruder. Die große Schwester versucht durch das Nähen von Decken etwas zum Lebensunterhalt beizutragen. Die Verwandten, die sich um die Vier gekümmert haben, sind zwischenzeitlich weggezogen.


Allein auf sich gestellt meistern sie gemeinsam ihren Alltag. Simon hat ein Fahrrad, was er sich durch das Hüten von Hühnern selber verdient hat. Einfach nur beeindruckend, was die Kids gemeinsam leisten. Nächstes Jahr machen die Zwillinge voraussichtlich ihren Abschluss. Es wäre ihnen so zu wünschen, wenn sie ihren Weg im Leben gehen könnten. Nach den Eindrücken dieses Tages hieß es diesmal zeitig ins Bett zu gehen.

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